Feel - Gesundheitsförderung Uri

ältere Erwachsene - psychische Gesundheit

Psychisch gesund zu sein ist nicht selbstverständlich. Wir können alle etwas für unsere psychische Gesundheit tun!

Körperliche Bewegung und Aktivität sind notwendig, damit ich möglichst lange selbstständig und mobil sein kann. Auch kann mich körperliche Bewegung und Aktivität bei der Verarbeitung von kritischen Lebensereignissen unterstützen.

Als Faustregel gilt: wöchentlich 2,5 Stunden Bewegung bei mittlerer Intensität (Puls und Atmung leicht beschleunigt) oder 1,25 Stunden bei hoher Intensität. Diese soll am besten auf mehrere Tage die Woche aufgeteilt werden. Dass ich Spass und Freude empfinde ist ebenso wichtig, wie mich überhaupt aktiv zu betätigen.

Mit Freunden pflege ich positive Beziehungen. Die Basis einer echten und wahren Freundschaft ist gegenseitiges Vertrauen und Wohlwollen. Unter Freunden sind wir für einander da, wenn wir uns brauchen. Als Freunde dürfen wir einander auch wohlwollend kritisieren und spiegeln. Freundschaften sind wertvoll. Unter Freunden kann ich mich zeigen, wie ich bin, und fühle mich angenommen.

Bewusste Bewegung, bewusstes Ein- und Ausatmen sind Möglichkeiten, wie ich tagsüber Entspannungsphasen einbaue. Bewegung ist für inaktive Menschen eine Voraussetzung zur gelingenden Entspannung. Wenn ich mental und emotional überspannt bin, fehlt mir der körperliche Ausgleich. Entspannung hält auch mein Immunsystem in Schwung und entspannt meine Organe, Muskeln, Sehnen und Nerven. Schlaf ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor – ausgeschlafen bin ich gesünder, schlauer, effektiver, kreativer und auch schöner.

Als wertvoller Teil der Gemeinschaft bin ich nicht nur Teil-Nehmer, sondern auch Teil-Geber! So entsteht aus vielen Einzelnen ein «Wir». Gemeinschaft fordert von mir Mut zur Begegnung. Sich beteiligen bedeutet, ich nutze die Möglichkeit meine Wünsche, Interessen, Ängste und Hoffnungen in die Gemeinschaft einzubringen. Dort wo es um Dinge geht, die für mich persönlich von Bedeutung sind.

Durch kreatives Tun kann ich Eindrücke zum Ausdruck bringen. Viele Sehnsüchte, Wünsche, Gedanken, Ängste und Bedürfnisse sind mit Worten schwierig auszudrücken – durch kreatives Gestalten kann ich diesen Gefühlen eine Form verleihen. Kreativität schafft auch einen Ausgleich und ich kann Kreativität als persönliche Kraftquelle erleben.

Neues zu lernen ist eine Entdeckungsreise, die mich aus dem Alltag herausführen, mir neue Horizonte eröffnen und mein Selbstwertgefühl heben kann. Ich lerne nicht nur mit dem Hirn, sondern mit all meinen Sinnen.

Es ist menschlich, dass ich sowohl Freuden als auch Sorgen mitteilen will. Das setzt voraus, dass jemand da ist, der mir zuhört. So werden Sorgen geteilt und Freude verdoppelt. Darüber reden ist ein Schritt zur Gesundheit. «Ich will dich verstehen» ist eine wichtige Grundeinstellung für ein echtes Gespräch.

Es gibt Menschen, die mir helfen wollen, wenn ich mich ihnen anvertraue. Ich darf mir Hilfe holen. Hilfe zu holen heisst auch, Vertrauen zu haben und stark zu sein. In besonders belastenden Situationen ist es wichtig, meine Fähigkeiten, Grenzen und diejenigen meines Umfelds zu kennen und früh genug Hilfe zu holen.

Es gibt viele Dinge, welche meine Freude im Leben rauben können. Die meisten dieser Dinge sorgen für eine innere Unruhe und rauben meine Energie. Je mehr ich mein Leben schätze und meinen eigenen Gefühlen vertraue, desto leichter kann ich mich von diesen Dingen abgrenzen und trennen. Schock, Trauer und Traumata brauchen Zeit, um emotional verarbeitet zu werden. Es ist wichtig mir diese Zeit zu nehmen, wenn ich sie brauche und auch anderen zu gewähren. Ich habe das Recht, in Krisensituationen professionelle Hilfe zu holen und anzunehmen.

Mich annehmen heisst, zu meinen Fähigkeiten zu stehen, meine Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Es heisst, meinen Körper und seine Signale wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen, die mir gut tun. Mich in meiner Ganzheit anzunehmen führt zu einem guten Selbstwertgefühl und fördert so mein Wohlbefinden.

Der Verdacht ist jahrtausendealt: Was ich esse, beeinflusst nicht nur meinen Körper, sondern auch meine Psyche. Gesunde und ausgewogene Ernährung tun Körper, Geist und Seele gut. Zudem macht gemeinsames Essen Freude und spricht alle Sinne an.

Werte oder auch Wertvorstellungen sind Eigenschaften oder Qualitäten, die ich als wertvoll und erstrebenswert für mein Leben betrachte. Sie geben mir Sinn, Orientierung und Halt. Jeder Mensch hat Werte nach denen er handelt und sein Leben ausrichtet. Insbesondere im letzten Lebensabschnitt können sich die Wertvorstellungen ändern. Was ist der Sinn meines Lebens? Woher komme ich und wohin gehe ich nach meinem Tod? Zur Beantwortung dieser Fragen kann Spiritualität ist ein zentraler Faktor sein. Dabei wird Spiritualität in einem umfassenden, nicht ausschliesslich konfessionell religiösen Sinn verstanden. Sich alleine oder in der Gemeinschaft mit Werten und Spiritualität auseinanderzusetzen beeinflusst mein Wohlbefinden und meine Lebenszufriedenheit auf positive Weise.